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Konzept und CfP

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KONSTRUKTIVE UNRUHE Österreichischer Zeitgeschichtetag 2016 | Graz

Zeitgeschichte als Forschungsfeld ist heterogen, wandelbar, vielschichtig und in Bewegung. Der Österreichische Zeitgeschichtetag 2016 | Graz möchte diese produktive und konstruktive „Unruhe“ in der gegenwärtigen zeithistorischen Forschungslandschaft möglichst breit abbilden und den Schwerpunkt dabei sowohl auf virulente theoretisch-methodische Debatten als auch auf aktuell innovative Fragestellungen, Projekte und Studien legen. Die Tagung lädt zu Auseinandersetzungen mit ausdifferenzierten Positionierungen in der aktuellen Zeitgeschichtsforschung ein und soll Kontroversen und Aushandlungsprozesse in Theorien, Methoden und empirischen Untersuchungsfeldern sichtbar machen. Der Fokus richtet sich auf eine kritische, selbstreflexive und standortgebundene Wissenschaft sowie Prozesse des Neu- und Überschreibens bestehender Forschungstraditionen. In diesem Kontext wird auch die Keynote-Lecture von Atina Grossmann (The Cooper Union, New York) stehen.

Der Österreichische Zeitgeschichtetag 2016 | Graz lädt alle interessierten zeithistorisch arbeitenden Forscher*innen zu Einreichungen von Beiträgen ein, die in vier thematischen Streams gebündelt werden: Reflexionen | Räume | Agency | Überschreibungen.

Den Einreichenden steht offen, eine Zuordnung ihres Beitrags zu einem dieser Streams vorzuschlagen, das endgültige Programm wird jedoch von einer Jury zusammengestellt, die aus Vertreter*innen aller österreichischen zeithistorischen Universitätsinstitute bzw. -fachbereiche besteht. Konzipiert werden können Panels oder Einzelvorträge zu allen zeithistorischen Themen aus den Geschichtswissenschaften und verwandten Disziplinen. In jedem Panel ist zumindest ein*e Early-career-Wissenschafter*in zu berücksichtigen, ebenso ist die Einbindung von Kolleg*innen aus außerösterreichischen Forschungsinstitutionen erwünscht. Die Bekanntgabe von Chairs bei der Einreichung ist möglich, aber nicht notwendig.

Panel Variante A: drei Vorträge (à 15 Minuten) + ein Kommentar (15 Minuten), Diskussion (30 Minuten)

Panel Variante B: vier Vorträge (à 15 Minuten), Diskussion (30 Minuten)

Darüber hinaus ruft das Tagungsteam zu Einreichungen für einen Open Space auf, in dem künstlerische Interventionen zu zeithistorischen Themen ebenso Platz finden sollen wie Cross-Over-Projekte oder andere Formen von Auseinandersetzungen mit Zeitgeschichte abseits der mitunter engen Grenzen des Wissenschaftsbetriebs.

Historiker*innen ohne institutionelle Anbindung und fortgeschrittene Studierende lädt das Tagungsteam ein, sich für eines von 25 Stipendien für die Teilnahme am Österreichischen Zeitgeschichtetag 2016 | Graz zu bewerben. Dazu ist der Einreichung des Proposals ein formloses Schreiben mit kurzen Angaben über die aktuelle berufliche Verankerung de*r Bewerber*in anzuhängen.

 

Streams

Reflexionen: Theorien, Methoden, Standorte | Stream I

Dieser Stream bündelt Reflexionen zur (Selbst-)Positionierung von Zeitgeschichte und ihren gesellschaftspolitischen wie auch theoretisch-methodischen Ansprüchen. Erörtert werden sollen Entwicklungen, Potentiale und Grenzen zeithistorischer Zugänge, Veränderungen von Forschungslandschaften, Möglichkeiten und Beschränkungen interdisziplinären Austauschs sowie Konflikte rund um gesellschaftspolitische Deutungen von Zeitgeschichte in öffentlichen Debatten. In diesem Sinne sollen hier Auseinandersetzungen mit theoretischen und methodischen Zugängen, die zeithistorische Forschungen implizit prägen oder in ihnen explizit besprochen werden, Platz finden.

Räume: Globalität, Regionalität, Netzwerke | Stream II

Dieser Stream verbindet einerseits zeithistorische Analysen, die sich mit einer Verräumlichung/Enträumlichung in Kontexten von Globalisierung/Regionalisierung, Migration, Raumüberschreitung, Grenzziehung, Verkehr und Kommunikation beschäftigen. Andererseits sollen in diesem Stream Zugänge zu anderen zeithistorischen Themen präsentiert werden, die aus dezentrierten, postkolonialen oder interdependenzanalytischen Perspektiven entwickelt werden. Damit wird auf Räume, Schnittstellen und Netzwerke, auf die in diesen eingeschriebenen Hierarchien und auf ihre vielfältigen Interdependenzen in kulturell-räumlicher Perspektive fokussiert.

Agency: Institutionen, Machtverhältnisse, Positionierungen | Stream III

Dieser Stream bietet eine Plattform zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich-kulturellen Strukturen und dem Handeln von Akteur*innen in spezifischen Feldern sowie mit Fragen der Dynamik und Transformation von Machtverhältnissen in institutioneller, struktureller und biografischer Hinsicht. Im Fokus sollen hier Analysen von individueller und kollektiver Agency in Hinblick auf zeithistorisch relevante Ökonomien, Politiken und Institutionen, die sie kennzeichnenden Hegemonien und Machtverhältnisse sowie die mit ihnen verknüpfte Handlungsstrategien wie Prozesse der Affirmation, des Widerstands oder der Subversion stehen.

Überschreibungen: Deutungen, Medialität, Subversion | Stream IV

In diesem Stream sollen stärker kulturtheoretisch geprägte Forschungszugänge angesiedelt sein, ausgehend von Fragen nach dem Modus und Medium des Erzählens, Wahrnehmens und der Vermittlung historischer Prozesse sowie nach kultureller Repräsentation und der Genese von Bedeutung bzw. Differenz. In der Konzeption dieses Streams ist nicht nur der für die Zeitgeschichte so zentrale Bereich der Kulturen von Gedächtnis und Erinnerung berücksichtigt, sondern etwa auch Analysen des öffentlichen Sprechens, von visuellen, akustischen und transmedialen Repräsentationen oder der Wahrnehmung und Vermittlung von Kategorien der Differenz und ihren kulturellen Symbolisierungsformen.

 

Open Space

Der Österreichische Zeitgeschichtetag 2016 | Graz möchte einen Open Space für kritische Auseinandersetzungen mit Zeitgeschichte abseits klassischer Vortragsformate aufmachen. Hier sollen einerseits wissenschaftliche Formate vorgestellt werden, die in einer Panelstruktur nicht berücksichtigt werden können, etwa Diskussionen zu speziellen Themen, Ausstellungen, Kurzpräsentationen von Einrichtungen, Forscher*innengruppen, Publikationen oder (an-)laufenden Projekten, Science-to-Public-Vorhaben oder Ähnliches. Andererseits lädt das Tagungsteam dazu ein, für den Open Space Arbeiten mit zeithistorischem Bezug einzureichen, die aus einer künstlerischen, erinnerungsaktivistischen oder sonstigen angewandten Perspektive entwickelt wurden, beispielsweise Filme, Performances, Lesungen, Installationen, Interventionen, Erinnerungsprojekte etc. Dabei sind kurze Vorstellungen oder Diskussionen genauso möglich wie Ausstellungen über den gesamten Zeitraum des Zeitgeschichtetags. Auch aus den hier vorgeschlagenen Projekten wählt die Jury Beiträge für das Programm aus.

 

 

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Das Tagungsteam lädt ein, Proposals für Einzelbeiträge mit Titel, einem Abstract von max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und einer Kurzbeschreibung de*r Einreichenden auf der Tagungshomepage einzureichen.

Proposals für ganze Panels werden auf der Tagungshomepage in einem eigenen Formular mit den Namen aller Beiträger*innen, den Titeln und Abstracts zu den Vorträgen sowie allenfalls Angaben zu*r Kommentator*in und zum Chair sowie einer Kurzbeschreibung des Panels (max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) eingetragen (keine Einzeleintragung notwendig).

Einreichungen für den Open Space sind in Form von kurzen Beschreibungen (max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) sowie kurzen Angaben zu den Beteiligten und zu den technischen Voraussetzungen der Umsetzung gewünscht. Allenfalls vorgeschlagenes Ansichtsmaterial kann bei der Einreichung verlinkt oder in einem separaten Mail an zeitgeschichtetag@uni-graz.at übermittelt werden.

Einreichungen können bis spätestens 15. Dezember 2015 unter der Seite "Proposals einreichen" abgegeben werden.

 

Die Tagung wird vom Institut für Geschichte der Universität Graz in Kooperation mit dem Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz und dem Ludwig-Boltzmann Institut für Gesellschafts- und Kulturgeschichte veranstaltet.

Attemsgasse 8/II, 8010 Graz, Österreich

zeitgeschichtetag@uni-graz.at

 

Informationen:

Stefan Benedik

Tel.: +43|316|380|8078

stefan.benedik@uni-graz.at

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Organisationsteam

Attemsgasse 8/II

+43 (0)316 380 - 2615
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